Pflegebedürftigkeit

Wann ist eine Pflege zu Hause ratsam?

Tipps und Gedanken zur Pflege zu Hause - häusliche Pflege statt Seniorenheim

Nicht selten, wenn die Gedanken an eine häusliche Pflege oder ein Seniorenheim noch nicht wirklich präsent sind, passieren – nahezu unbemerkt – kleinere ungeschickte Dinge und Unsicherheiten häufen sich wie von „Zauberhand“. Plötzlich kann die Hand etwas nicht mehr fest umschließen oder der Fuß vermag keinen richtigen festen Stand mehr bekommen. Die Fragen nach dem ausgeschalteten Bügeleisen häufen sich, immer mehr Dinge geraten in Vergessenheit.

Wie Sie erkennen, ob eine häusliche Pflege, eine Pflege zu Hause, ratsam ist

Der Anfang einer Pflegebedürftigkeit ist ein schleichender Prozess. Es sind vermeintliche Kleinigkeiten, die andeuten, dass eine Person, die vielleicht alleinlebend ist, den Alltag nicht mehr alleine meistern kann. Versuchen Sie sich auf mögliche Anzeichen zu sensibilisieren, idealerweise schon bevor die betroffene Person anfängt von einer Pflege zu Hause und möglichen Alternativen zum Seniorenheim zu sprechen.

Viele tagtäglichen Situationen lassen erkennen, ob bei einer älteren Dame oder einem älteren Herren Unterstützung bzw. häusliche Pflege ratsam ist. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn er beim Kartoffelkochen vergisst Wasser in den Topf zu füllen, beim Einkaufen wieder D-Mark sucht und seine eigene Telefonnummer nicht mehr im Kopf hat.

Mögliche weitere Anzeichen, eine Pflege zu Hause statt Unterbringung im Seniorenheim in Erwägung zu ziehen, könnten sein:

  • Die Wohnung Ihrer Eltern oder Großeltern ist deutlich unordentlicher, als dies bei vorangegangenen Besuchen der Fall war.
  • Verschmutzte oder verknitterter Kleidung kann ein Anzeichen sein, dass der Betroffene, der Pflegebedürftige, Probleme beim An- oder Ausziehen hat.
  • Die Erzählungen stammen nicht mehr aus dem Alltag, die Berichte und Geschichten über den Nachbarn, alte Freunde weichen denen aus der Vergangenheit. Vermeintliche Erlebnisse werden immer wieder als neu erlebt geschildert, oder Gesprächsthemen sind nur noch Oberflächlichkeiten. Häufig sind das alles Anzeichen, dass der Senior nicht mehr das Haus verlässt und Pflege zu Hause benötigt
  • Auch in vielen alltäglichen Situationen können Sie gut erkennen, dass ein älterer Mensch zum Pflegefall geworden ist und eine Grundpflege benötigt – weil er z. B. nicht mehr weiß, dass er an der Kasse des Supermarktes sein Portemonnaie griffbereit haben sollte; oder der Betroffene möchte einen Kaffee machen, geht dafür aber nicht in die Küche, sondern in die Toilette. Heißt: Die Person findet sich schlichtweg im Alltag nicht mehr alleine zurecht, was auch erste Anzeichen einer Altersdemenz sein können.

Wichtig! Diese Beispiele reichen alleine nicht aus, um gesetzlich eine Pflegebedürftigkeit erwirken zu können. Die Einstufung hierfür führt alleine der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) durch

Möglichkeiten, Pflegebedürftigen Menschen zu helfen:

  • Mit Fahr-, Bring- und Begleitdiensten kann eine mangelnde Mobilität ausgeglichen werden.
  • Ist es jemandem nicht mehr möglich oder zu gefährlich, für sich selber zu kochen, gibt es im Rhein-Main-Gebiet neben der Pflege zu Hause zahlreiche Dienste für Senioren. „Essen auf Rädern“ ist nur ein Beispiel.
  • Motivieren Sie die Betroffenen, wieder soziale Kontakte zu knüpfen und einem Senioren-Treff beizutreten.
  • Sollte die betroffene Person jedoch körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage sein, den Haushalt selbstständig zu führen, sollte nicht nur über eine häusliche Pflege – sei es per 24-Stunden-Pflege oder stunden- bzw. tagesweise – nachgedacht werden, sondern unbedingt auch organsiert werden.

Noch Fragen offen?

actioVITA Rhein-Main steht Ihnen in allen Fragen und Belangen zur Pflege zu Hause bzw. häuslichen Pflege als Alternative zum Seniorenheim telefonisch und im Büro in Eschenborn zur Verfügung. Dort werden Sie auch umfangreich zu den Kosten für eine Pflege zu Hause beraten.

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